Das Verschwinden des Anthropozäns:
Dieses Projekt versteht sich als bewusste bauliche Zurückhaltung. Im Ziel „Verschwinden durch Gestaltung“ ordnet sich die Form der Umgebung unter: Die Neigungen der Fassade und die vertikale Holzschalung greifen die Geometrie der Bäume auf. Die Architektur behauptet sich nicht gegen die Natur, sondern schafft einen funktionalen Resonanzraum. Sie tritt als Bauwerk zurück, um der Landschaft die Bühne zu überlassen.
Chronotopographie:
Diese Einbindung wird durch eine klare „Chronotopographie“ – eine Schichtung von Zeiträumen – baulich umgesetzt. Die Materialwahl macht unterschiedliche Zeitdimensionen lesbar: Die Trockenmauer verweist auf die geologische Dauer des Steins, das Holz auf den biologischen Zyklus von Wachstum und Verwitterung, während das Glas den flüchtigen Moment des Lichts einfängt. Architektur wird hier zum Werkzeug, das die Schwere des Bodens mit der Offenheit des Raums verbindet. Das Ergebnis ist kein statisches Gebäude, sondern eine Struktur, die sich in die natürlichen Zyklen von Werden und Vergehen einfügt.
Martin Gruber Architektur und Gestaltung
Peter Brugger Generalunternehmen und Zimmermannsarbeiten
M
ART
IN
GRUBER ARCHITEKT - FALLMERAYERSTR. 9 - 39042 BRIXEN - EMAIL: MARTIN@GRUBER-PARTNER.COM - (+) 3 9 3 4 7 8 2 0 3 9 3 2